11. Februar 2018

[Rezension] Depressiva von Denny van Heynen

Quelle: Amazon

Titel: Depressiva
Autor: Denny van Heynen
Verlag: Neobooks
Seitenzahl: 67 [ebook]
Erscheinungstag: 17. September 2017
Genre: Kurzroman
Preis: 2,49€ / Kindle

Wie viel Leid kann ein einzelner Mensch ertragen?
Phils bisherige Beziehungen sind gescheitert, beruflich bekommt er nichts auf die Reihe und seine Stimmung ist depressiv. Er versucht alles mögliche, um sich irgendwo Hilfe zu suchen, doch vergeblich. Eines Tages lernt er dann den sympathischen Adam kennen, doch auch mit Ihm bahnen sich erste Probleme an. Nebenbei terrorisiert ihn sein Ex per SMS und verschickt Drohungen. Ebenfalls rückt ihm auch die Sozialbehörde immer näher. Am Ende muss Phil sich aber in der größten Krise seines Lebens entscheiden, für oder gegen den Tod.

Ich bin wirklich kein Fan von diesem Cover. Ich finde, dass die Farben nicht gut miteinander harmonieren. Außerdem finde ich die Farben zu grell und auffallend. Der Mensch passt auch nicht richtig ins Bild und sieht so aus, als wäre er fehl am Platz. Der Titel hat dabei eine recht angenehme Größe und Position, genauso wie der Name des Autors. Der Lichtpunkt am Rand wirkt auch etwas so, als wäre er fehl am Platz.

Ich fand die allgemeine Idee schon sehr interessant und war auch schon gespannt, wie mir dieses Buch gefallen würde. Dabei habe ich eine spannende Geschichte erwartet, die mich Berühren und in den Bann ziehen würde. Allerdings habe ich das leider nur teilweise bekommen.

Zwar konnte mich das Buch an einigen Stellen schon berühren, ich habe mit Phil mit gefühlt und ihn auch verstanden. Doch so richtig in den Bann ziehen konnte mich die Geschichte leider nicht. Irgendwas hat da gefehlt und es wirkte auch alles etwas abgehackt.

Allerdings war das Buch dennoch spannend und auch definitiv überraschend. Ich finde es auch immer wieder schön und auch mutig, dass der Autor lose aber wahre Begebenheiten einbaut. Das verleiht dem ganzen noch etwas Persönliches und man liest es mit einem anderen Gefühl.

Phil konnte ich fast immer verstehen und habe auch mit dem jungen Mann mit gefühlt. Allerdings gab es auch Situationen die ich nicht ganz verstand und wo ich schon manchmal den Kopf schütteln musste. So richtig in mein Herz konnte ich ihn auch nicht schließen. Aber dafür war die Geschichte auch nicht lang genug. Adam hingegen konnte ich von Anfang an irgendwie nicht richtig leider. Ich mochte seine Art einfach nicht.

Ich mag aber den Schreibstil des Autors, da dieser recht flüssig und auch angenehm zu lesen ist. Meiner Meinung nach hat er hier aber nicht allzu viele Gefühle mit eingebaut, was ich sehr schade fand. Somit wirkte die Geschichte teilweise recht Gefühlslos an anderen Stellen allerdings wiederum nicht.

Das Ende habe ich so definitiv nicht erwartet. Teilweise vielleicht, aber im großen und ganzen eigentlich nicht. Dabei war es nervenaufreibend, spannend und auch unerwartet. Ich fand das Ende auf jeden Fall sehr schön und passend. Ich hätte mir kein besseres vorstellen können.

Das Cover gefällt mir leider gar nicht und irgendwas hat gefehlt. Ansonsten war es wirklich eine schöne Geschichte, mit ernstem Thema und recht guter Umsetzung. Doch alles wirkte irgendwie etwas abgehackt und mit den Charakteren konnte ich mich auch nicht richtig anfreunden. Dennoch habe ich das Buch echt gerne gelesen.


Vielen Dank an den Autor, der mir dieses Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

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